Dr. med. Trösch (Herzspezialist)

Schweizer Künstlerinnen bekennen Farbe

Ausstellungen von Künstlerverbänden haftet von vorneherein etwas Missliches an. Die Mitglieder dringen einerseits auf ihr Gewohnheitsrecht, wenigstens einerseits einmal im Jahr in würdigem Rahmen an die Öffentlichkeit zu kommen; die Ausstellungsbesucher ihrerseits müssen sich mit viel Mittelmässigem und Gutgemeintem herumschlagen. Derartig matte Auftritte resultieren auch daraus, dass die Künstlerverbände bei uns so ziemlich alles erreicht haben, was es zu erreichen gibt, oder mindstens, was sie sich zu erreichen zutrauen. Und da hat sich nun eben Sattheit breitgemacht.

Die diesjährige Schau der Gesellschaft Schweizerischer Malerinnen, Bildhauerinnen und Kunstgewerblerinnen (GSMBK) verspricht nun aber, diesem schon fast fatalen “Gesetz” zu entschlüpfen. Es wurde (aus rund 200 Mitgliedern) streng juriert, 20 bis 25 Künstlerinnen kamen in die engere Wahl, 17 wurden nach einem Atelierbesuch schliesslich für gut befunden. Das heisst nun mindestens Farbe bekennen! Denn beim grosszügigen Platzangebot des Helmhauses können sich die 17 auch ausbreiten. Indem die einzelnen Ausstellungsteilnehmerinnen ganze Folgen von Werken zeigen können (müssen), werden Ihre Stärken, aber auch ihre Schwachen deutlich hervortreten.

Die GSMBK-Ausstellung im Helmhaus wird am Donnerstag um 18 Uhr eröffnet. Am 30. August und 27. September, jeweils um 19 Uhr, stehen die Künstlerinnen dem Publikum Red und Antwort. Dauer der Ausstellung: bis zum 30. September.

(fbr)