Privatgalerie Elisabeth Thalmann, Zürich (2001) 2003-02-20 bis 0000-00-00
Eröffnung

Kritiken zu dieser Ausstellung:

Zuerichexpress vom 2002-02-27 Manet, Picasso oder Schwitter?

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Zürich 2 Nr. 48, S. 12 vom 2002-11-29 Enge: Neue Privatgalerie Beth Thalmann

Enge: Neue Privatgalerie Beth Thalmann

Zum ersten Todestag der Malerin Beth Thalmann wurde eine gleichnamige Galerie an der Lavaterstrasse eröffnet.

Pia Bühler

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In Zürich ist sie ein Begriff: Beth Thalmann hatte regelmässig im Helmhaus und in der Galerie Beno ausgestellt, aber auch im Kunsthaus und in Gemeindehäusern; kürzlich war ein kleiner Ausschnitt aus ihrem Lebenswerk in einer Retrospektive in der Galerie Frankengasse zu sehen. Doch haben ihre zahlreichen Werke in keiner Galerie wirklich Platz – 1800 sind es nämlich, die sie der Öffentlichkeit hinterlassen hat. Felix Kramer, ein Coucousin der verstorbenen Künstlerin, hat ihr Lebenswerk geerbt und es in einer Privatgalerie untergebracht.

“Die Collage ist und bleibt aber meine eigentliche künstlerische Domäne”

“Nun gilt es, diese Bilder zu ordnen und regelmässig Vernissagen zu organisieren”, sagt Yvonne Simon, die diesen bedeutenden Nachlass sichtet und künstlerisch gekonnt an die Öffentlichkeit bringen möchte. “Eine wunderschöne Aufgabe”, bemerkt sie, “die Werke von Beth anzuschauen und zu entscheiden, was wir aufstellen wollen und wie wir ihre Bilder auf so kleinem Raum plazieren.”

Rolf Lipski, ein Freund und Kollege von Beth Thalmann, beschreibt die Malart dieser Künstlerin: “Am Anfang, als ich sie kennenlernte, malte sie expressionistisch mit surrealem Inhalt, auf Leinwand mit etwas zurückhaltenden Ölfarben. Eines Tages sagte sie, sie hätte den Pinsel weggelegt und sich der anderen Ausdrucksweise, der Collage, zugewandt. Fortan entstand ein ausgedehntes Werk mit gewichtigen, sehenswerten Leistungen, die leider immer zu wenig Beachtung fanden. Diese zum Teil grösseren Werke, die aus ausgeschnittenen Zeitungs- und Zeitschriftenbildern zusammengesetzt wurden, schreien förmlich nach abstraktem Räumen.”

Die Galerie in der Enge

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Beth Thalmann

Der Umbau der Kellerräume im ehemaligen Wohnhaus der Künstlerin zu einer Privatgalerie ist sorgfältig durch die Zürcher Architektin Lisa Maurer Dietrich realisiert worden. In den zwei ineinandergehenden Räumen sind intensive Ölbilder aus der Frühzeit, unendlich liebevolle Tuschzeichnungen und die für die Künstlerin typischen, oft pastellfarbenen Collagen zu sehen – aber auch ihre Staffelei und Malutensilien. Im angrenzenden Archiv steht ein Computer mit der Homepage www.beth-thalmann.ch. Das Leben von Elisabeth Widmer-Thalmann ist dort in Wort und Bild nachzulesen. Viele hundert Bilder können dort bewundert werden – schön sortiert nach Art und Zeit. Der Besucher kann mit dem Webmaster kommunizieren und sich intensiv mit dem Werk von Beth Thalmann befassen.